Spiritualität

Mein Leben mit Introvertiertheit

Nein, es kommt kein Jammerbeitrag hier. Ich möchte euch mal ein wenig über meine Erfahrung als Introvertierter berichten. 

Viele extrovertierte Menschen können nicht verstehen, welche Hemmnisse Introvertierte Menschen haben, zum Beispiel frei zu sprechen. Große Menschenmengen machen mich nervös. Introvertierte funktionieren am besten allein. Während andere nichts mehr lieben, als sich zu vernetzen, mit anderen zusammen zu sein, mag ich es nicht. 

Klar kommen oft die wohlmeinenden Kommentare: Ja, dann komm mal aus dir raus, vernetz dich, tu doch mal was dran, ändere dich und so weiter. 

Nun, was wäre, wenn man extrovertierten Menschen ähnlich drangsaliert: Ja, dann bleib doch mal zu Hause, lies ein Buch, bleib doch mal allein. Das wäre sicherlich sehr unangenehm für jeden Extrovertierten. Genau so ist es bei Introvertierten wie ich. 

Vor Menschen zu sprechen und mit sehr vielen fremden Leuten zu interagieren erzeugt in mir eine so große Hemmung, das ich nicht darüber weg komme. Es ist wie eine Wand aus Stahl. 

Es fällt schwer zu beschreiben, wie sich es anfühlt, doch diese Wand kann man nicht mit gutem Zureden und noch weniger "hilfreichen" Tipps wegbekommen. Es gibt auch keine magischen Tricks, sondern am Ende kann ich nur annehmen, wie ich bin, und nicht versuchen zu werden, wie andere mich gerne hätten. 

Ich habe halt nur wenige, ausgesuchte Freunde, gerade weil ich mich für vieles, vor allem für Nerd-Themen interessiere. Bin ja auch ein Scanner. 

Dazu dann später mehr…